Heimvolksschüler in Berlin - Geschichte, Politik und Kultur hautnah erleben
Berlin. Eine interessante Woche mit vielen Highlights verbrachten die Klassen 9m und 10m der Heimvolksschule St. Maria Fürstenzell in der Bundeshauptstadt. Unterstützt von ihren Klassleitern Gerlinde Lang und Jürgen Lorenz sowie den begleitenden Lehrkräften David Kast und Josef Binder bekamen die Jugendlichen einen Einblick in das Leben und Treiben der Metropole.

Gruppenfoto auf der Dachterrasse des Berliner Reichstags. Foto: SMF
Ein abendliches Flanieren vom neuen Stadtschloss über die Allee „Unter den Linden“ zum Brandenburger Tor und Potsdamer Platz ermöglichte den Schülern eine erste Orientierung im Zentrum der Weltstadt. Abgerundet wurde der Tag nach Einbruch der Dunkelheit mit der beeindruckenden Film- und Lichtprojektion „Dem deutschen Volke“ am Reichstags ufer über die Spree hinweg an das Elisabeth-Lüders-Haus. Am zweiten Tag stand zunächst das geteilte Berlin im Mittelpunkt mit einer Führung am Mauermuseum Bernauer Straße. Die anschließende Spreeschifffahrt verdeutlichte den Schülern, welch große Zahl an Sehenswürdigkeiten und interessanten Gebäuden es am Fluss entlang innerhalb einer Stunde zu bestaunen gibt. Ein absoluter kultureller Höhepunkt war dann am Abend das aktuelle Musical im Stage Theater des Westens mit dem Titel „Wir sind am Leben“.
Die Vergangenheit Berlins als Zentrum des Nationalsozialismus wurde am dritten Tag bei einer Führung im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ in Erinnerung gerufen. Abgerundet wurde dieses geschichtliche Thema mit einem kurzen Abstecher zum Stelenfeld, dem Mahnmal für die ermordeten Juden Europas. In das „politische“ Berlin konnten die Schüler am letzten Tag mit dem Besuch der Abgeordnetenhäuser und des Bundestages eintauchen. Auf Vermittlung des regionalen MdB Hans Koller erhielt die Gruppe sogar Einblicke in das Büro des Abgeordneten und in die unterirdischen Anlagen des Parlamentsviertels. Zum Schluss durfte der obligatorische Aufstieg in der Glaskuppel des Reichstags nicht fehlen (siehe Foto). Natürlich kam auch das kulturelle Leben nicht zu kurz: So besuchten die Jugendlichen Berlin Dungeon, wo die Vergangenheit der Stadt vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert auf unheimlich-spaßige Weise wieder lebendig wird, sowie das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud. Eine nette Abwechslung bildete für die meisten Schüler der Besuch des Berliner Zoos mit dem aktuell wohl beliebtesten „Brötchen“ Berlins – dem gleichnamigen Zwergflusspferdbaby. Weitere sehenswerte Ziele zwischendurch, auch verbunden mit Shoppingmöglichkeiten, waren Sony Center, Kurfürstendamm mit KadeWe und Alexanderplatz sowie das Deutsche Technikmuseum. Spätestens am Tag der Abreise stand für alle fest: „Berlin ist immer eine Reise wert!“
