• Schulkinder in der Klasse haben Spaß

Das Politmobil besucht die Heimvolksschule

Fürstenzell. Die lange Wartezeit hat sich gelohnt. Das Politmobil der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit hat letztendlich seinen Weg auch an die Heimvolksschule Fürstenzell gefunden, um für die Schüler der ersten und zweiten Klassen jeweils einen zweistündigen Workshop durchzuführen.

Gruppenfoto einer Schulklasse auf einer Wiese

v.l.: Felix Wienerl, Luise Hollweck vom Politmobil, Rektor Max Lehner, Lehrerin Elisabeth Budelmann mit Schülern der 2. Klasse. Foto: SMF

Rektor Max Lehner hatte bereits vor zwei Jahren Interesse an diesem Projekt bekundet, wohl wissend, dass es einige Zeit dauern könne. Umso erfreuter waren er und seine Kolleginnen Elisabeth Budelmann, Claudia Plötz-Fron und Theresa Haselgruber, als sie die Nachricht bekamen, dass der bunte Bus bald eintreffen würde. Unter der professionellen Leitung der Nürnberger Betreuer Luise Hollweck und Felix Wienerl wurden die Kinder spielerisch an Lösungen gegen Streit und Auseinandersetzungen in der Klasse herangeführt. Nach einer sogenannten Klatschreise, einem Konzentrationsspiel zum Erlernen gegenseitiger Rücksichtnahme, stellten die Gäste die Ratte Rudi vor. Diese begleitete die Kinder während des gesamten Workshops. Gemeinsam wurden Regeln für ein gutes Miteinander in der Klassengemeinschaft erarbeitet.

Während eines 30- minütigen Spieleparcours durften die Schüler dann in Partnerarbeit Gelerntes anwenden und ausprobieren. Großen Wert legten die Betreuer darauf, dass die Kinder so viel wie möglich in Eigenverantwortung agierten, was große Begeisterung auslöste. „Ich habe mir gar nicht zugetraut, dass ich Streit auch ohne Erwachsene lösen kann“, so eine Schülerin der zweiten Klasse. Ein weiterer Schüler berichtete voller Stolz, dass er endlich „Verzeihen“ gelernt habe. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden im Sitzkreis schließlich die selbst erstellten Voraussetzungen für ein gutes Miteinander besprochen und auf einem Plakat visualisiert. Das Politmobil fährt Grundschulen in ganz Bayern an. Neben dem Austausch über grundlegende Fragen des Zusammenlebens steht aber auch das Ausprobieren auf dem Programm: Durch Basteln, Spielen und Experimentieren werden in den Workshops unter anderem Werteerziehung und das Miteinander als Schwerpunkte behandelt. „Ich kann aufgrund der begeisterten Schüler- und Lehrerrückmeldungen dieses Projekt auch anderen Schulen mit gutem Gewissen ans Herz legen. Je jünger die Kinder sind, desto besser.“, so Rektor Max Lehner.

Bericht: Max Lehner


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