• Schulkinder in der Klasse haben Spaß

Sechstklässler erstellen Keramikwerke mit Künstler Helmut Neuwerth

Fürstenzell. In Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern wurden auch in diesem Schuljahr an 36 Tagen durch sieben Kunstschaffende den Schulkindern die vielfältigen Möglichkeiten zur kreativen Umsetzung ihrer Lebenswelt aufgezeigt.

Eine Gruppe Schüler zeigt im Werkraum ihre Keramikstücke

Stolz zeigen die Schülerinnen und Schüler ihre Keramik-Kunstwerke, die sie zusammen mit Helmut Maria Neuwert erstellt hatten. Foto: SMF

KinderKunstWelten an der Heimvolksschule Fürstenzell

Der Schuljahresturnus 2025/26 fand nun mit dem Keramiker und Künstler Helmut Maria Neuwert und den Schülern der Klasse 6a seinen Abschluss. Hier durften sich die Nachwuchskünstler in verschiedensten Arten künstlerischer Keramiktechniken versuchen. Es wurde besonders Wert daraufgelegt, abseits der Gebrauchskeramik mit neuen Techniken wie Materialdruck zu experimentieren.
Der handwerkliche Aspekt der Keramikkunst war natürlich für die Sechstklässler interessant, zeigte er den Kindern doch auf, dass Kneten und Formen allein nicht reicht, um ein ansprechendes Ergebnis ohne Schäden zu erzielen. Roh- und Glasurbrand, das richtige Einräumen und abschließende langsame Abkühlen der Teile im Brennofen erzeugte zusätzlichen Erkenntnisgewinn. „ich wusste gar nicht, dass man vorher schon aufpassen muss, dass keine Luftblasen im Ton sind, weil er sonst im Brennofen platzt“, so eine erstaunte Bemerkung einer Schülerin. Ein weiterer Schüler war fasziniert, welch tolle Farben sich nach der Glasur auf seiner Schale entwickelt hatten: „Als wir die Glasur aufpinselten, sah alles ziemlich langweilig aus und ich war fast schon enttäuscht“.

Ziel der KinderKunstWelten ist es, dass die Schule den Schülern hilft, sich ein Bild von der Welt zu machen. Das Wahrnehmen und bildhafte Veranschaulichen wie das Nachdenken und Sprechen über ihre Eindrücke, Bedürfnisse und Wünsche entwickelt die Sensibilität und bereichert die visuellen Erfahrungen der Schüler. Rektor Max Lehner erläutert, wie er sich die Umsetzung vorstellt: „Die Künstlerinnen und Künstler führen die Schüler in besondere Techniken in Ergänzung zum Kunstunterricht ein, z.B. Glas, Ton, Bildhauerei, Malerei, Fotografie und Collagen. Exkursionen wie Atelier- und Firmenbesuche runden das Jahresprogramm ab.“ Auf diese Weise wird das Lernen in größeren Zusammenhängen gefördert und die Bildungsbenachteiligung ausgeglichen, denn eine hohe Anzahl von Schülerinnen und Schülern hat in ihrem familiären Umfeld oft nicht die Möglichkeit, die Welt der Kunst zu erleben und zu entdecken.

Gestartet sind die KinderKunstWelten bereits Anfang Oktober mit kreativen Arbeiten zur Glasgestaltung unter der Federführung der Fürstenzeller Glaskünstlerin Frau Barbara Zehner. In zeitlich abgestimmten Zyklen und verschiedenen Klassen wurden anschließend Projekte mit weiteren Kunstschaffenden wie Hubert Huber, Helmut Maria Neuwerth, Konrad Schmid, Christian Zeitler, Stefan Meisl und Susanne Kerschhackl durchgeführt. Durch die unterschiedlichen gestalterischen Konzepte dieser „Profis“ bekamen die Schüler der Heimvolksschule im Verlauf des Langzeitprojektes profunde Einblicke in die Berufswelt der Künstler. Diese Vielfalt an Angeboten sollte zudem gewährleisten, dass auf die individuellen Vorlieben der Schulkinder eingegangen werden konnte.

Auch in diesem Jahr findet vom 07.07. – 23.07.2026 eine Ausstellung der Werke aller Projekte im Rathaus Fürstenzell statt. Zu den Geschäftszeiten sind die Arbeiten zu besichtigen.

Bericht: Max Lehner


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